Bodenbelag-Begriffe

Alle Bodenbelag-Begriffe einfach erklärt

Brandklasse Brandverhalten Bodenbelag

Brandverhalten

Für Bodenbeläge ist das Verhalten im Brandfall eine wichtige Eigenschaft. Das Brandverhalten wird im CE-Zeichen für Bodenbeläge erfasst und durch das Bauproduktengesetz sowie der europäischen  Bauproduktrichtlinie geregelt. Die Anforderungen variieren je nach dem Bereich, in dem der Bodenbelag verlegt werden soll. Die Klassifizierung erfolgt nach der EN 13 501-1, dem ersten einheitlichen Standard für die Klassifizierung des Brandverhaltens von Bodenbelägen.

Bodenbeläge für den Wohnbereiche müssen die Brandklasse En besitzen. Das Brandverhalten des Bodenbelags wird durch den sogenannten Kleinbrennertest gemäß EN ISO 11 925-2, der Zusammensetzung des Materials und der Konstruktion nachgewiesen. Gewerbliche bzw. öffentliche Bereiche benötigen Bodenbeläge mit der Brandschutzklasse Cn -s1. Als bestmögliche Brandklasse zählt die Klasse Bn = schwer entflammbar.

Brandklassen gemäß DIN 4102-1:

A1 + A2= Nicht brennbar

B1 = schwer entflammbar

B2 = normal entflammbar

B3 = ohne Eigenschaft

 

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Blauer Engel Siegel Zertifizierung Umwelt Gesundheit Bodenbelag

Blauer Engel

Der Blaue Engel wurde 1978 vom Bundesumweltministerium initiiert und soll den Verbrauch natürlicher Ressourcen und die Verwendung chemischer Stoffe verringern. Das Label wird von der RAL gGmbH, einem Tochterunternehmen des RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e. V. vergeben.

Bei Bodenbelägen wird der Blaue Engel für Holzböden, Bodenbelägen aus Holzwerkstoffen und für textile Bodenbeläge vergeben, wenn die Grenzwerte für Formaldehyd und VOC nicht überschritten werden. Kontrollen gibt es nicht. Unternehmen, die das Umweltzeichen Blauer Engel führen, weisen durch Prüfberichte die Einhaltung der maßgeblichen Kriterien nach.

 

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Statische Aufladung Antistatik

Antistatik

Elektrische Aufladung tritt vor allem im Winter auf, wenn die Luftfeuchtigkeit sehr niedrig ist und sich Materialien mit verschiedenen Spannungen durch Reibung aufladen. Bodenbeläge gelten als antistatisch, wenn sich eine Person, die bei einer relativen Feuchte von 25 % und 23 °C den Bodenbelag betritt, mit einer Spannung kleiner gleich 2 kV auflädt. Antistatische Bodenbeläge vermeiden Störungen an elektrischen Geräten – vor allem in den Wintermonaten.

Während Linoleum allein aufgrund seiner natürlichen Eigenschaften antistatisch ist, müssen bei PVC-Bodenbelägen für seine antistatische Wirkung Kohlenfasern bzw. Kohlenstoff beigefügt werden.

Es muss zwischen antistatischen elektrostatisch ableitenden und elektrisch leitfähigen Bodenbelägen unterschieden werden. Antistatische Bodenbeläge rufen eine Körperspannung kleiner gleich 2 kV hervor. Elektrostatisch ableitende Bodenbeläge besitzen einen Durchgangswiderstand kleiner gleich 109Ω und elektrisch leitfähige Bodenbeläge einen Durchgangswiderstand kleiner gleich 106Ω.

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